creditshelf magazin
Nº08 | März 2020
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Infos

Das Social-Credit-System in Kürze

  • Seit 2014 in der Testphase, ab Ende 2020 soll das System für Privatpersonen und Unternehmen verpflichtend werden – bei fortlaufender Optimierung (ein festes Datum gibt es nicht)
  • Kernelement ist eine zentrale Datenbank, die behördliche Informationen bündelt (z. B. mögliche Steuerhinterziehung, Verstöße gegen Umweltauflagen, die Produktqualität, die finanzielle Bonität, persönliche Beziehungen, politisches Verhalten)
  • Bei einem multinationalen Unternehmen fließen geschätzt 300 Anforderungen in das Rating ein
  • Die Auswertung der gesammelten Daten erfolgt über Algorithmen, danach Festlegen eines Scores
  • Gutes Rating hat Belohnungen zur Folge, schlechtes Rating kann zu Sanktionen führen
  • Bei einem Verstoß gegen bestehende Gesetze oder Regeln landet das Unternehmen auf einer schwarzen Liste

Mögliche Vorteile bei gutem Rating

  • Niedrigere Steuersätze
  • Bessere Kreditbedingungen
  • Leichterer Marktzugang
  • Zugang zu öffentlichen Aufträgen

Mögliche Sanktionen bei schlechtem Rating

  • Häufigere Inspektionen durch die Behörden (u. a. Zollkontrollen)
  • Zusätzliche Audits
  • Probleme bei der Beantragung von Lizenzen
  • Hürden bei Finanzangelegenheiten, etwa beim Zugang zu Darlehen
  • Ausschluss von öffentlichen Ausschreibungen
  • Öffentliche Brandmarkung
  • Strafzahlungen
  • Reiseeinschränkungen für Firmenangehörige