creditshelf magazin
Nº09 | Juni 2020
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Finanzierungsoption: Unternehmensimmobilie

Bei der Deutschen Industrie REIT-AG in Potsdam hat man sich auf objektbasierte Finanzierung spezialisiert. Das offizielle Kürzel „REIT“ im Firmennamen steht für „Real Estate Investment Trust“. Damit ist schnell klar, um welche Objekte sich die Arbeit der Aktiengesellschaft dreht – Immobilien, genauer gesagt: Light-Industrial-Immobilien. „Wir investieren in deutsche Unternehmensimmobilien, also in Gewerbeparks, Produktionsgebäude sowie Lager- oder Logistikimmobilien“, erklärt Sonja Petersen, Investmentvorstand der Deutschen Industrie REIT-AG. Man verstehe „Light Industrial“ dabei als Oberbegriff für die unterschiedlichsten Typen des Industriegewerbes. Das reiche von der Lagerung und Distribution von Handelsgütern bis hin zur Produktion oder der Verwaltung. Ein dementsprechend breites Portfolio an Immobilien komme für eine Finanzierung mittels Sale & Lease Back infrage.


Wie funktioniert Sale & Lease Back?

Petersen erklärt den Finanzierungsansatz folgendermaßen: „Bei einer ‚Sale & Lease Back‘-Transaktion wird eine unternehmenseigene Immobilie durch den Eigentümer an einen externen Investor, in diesem Fall an uns, verkauft und im Anschluss sofort zurückgemietet. Vor Ort ändert sich für den Betrieb dadurch im Prinzip nichts, außer dass im Grundbuch ein anderer Eigentümer steht, an den Miete gezahlt wird.“ Die anfängliche Mietdauer liege in der Regel bei zehn bis 15 Jahren. Danach böten sich unterschiedliche Optionen, das Objekt weiter anzumieten. „Wir setzen bei unserer Variante von Sale & Lease Back auf einen sogenannten Triple-Net-Mietvertrag. Dabei trägt der Mieter weiterhin anfallende Steuern und Abgaben sowie Kosten für Versicherung, Betrieb sowie Instandhaltung und Instandsetzung an Dach und Fach. Für das Alltagsgeschäft des Unternehmens ändert sich also kaum etwas“, hebt Petersen hervor.

Ansatz für mittelständische Herausforderungen

Sale & Lease Back kann in unterschiedlichen Situationen zum Einsatz kommen: beispielsweise, wenn das Unternehmen kurzfristig Kapital für Forschung und Entwicklung benötigt, aber kein zusätzliches Fremdkapital aufnehmen möchte. Auch bei der Unternehmensnachfolge liegt im Modell der Deutschen Industrie REIT-AG eine aussichtsreiche Option. Es kann hier für die nötigen Mittel sorgen, um den Alteigentümer oder Angehörige auszuzahlen, ohne einen zusätzlichen Kredit aufnehmen zu müssen.

Marc-Oliver Knobloch, Leiter Firmenkunden bei creditshelf, ist vom Mehrwert des „Sale & Lease Back“-Modells für Unternehmen überzeugt: „Da wir bei creditshelf einen sehr direkten Draht zu mittelständischen Unternehmen haben, ergeben sich durch unsere Partnerschaft wertvolle Synergien und Lösungen. In der Vergangenheit konnten wir immer wieder Kunden an die Deutsche Industrie REIT-AG vermitteln, die ihre Unternehmensimmobilien zur Finanzierung nutzen wollten.“

Wie läuft der Prozess ab?

Bekommt die Deutsche Industrie REIT-AG eine Anfrage, wird das potenzielle Ankaufsobjekt zuerst genau geprüft. Durch das auf Effizienz ausgelegte Verfahren kommt man schnell zu einer Aussage, ob der Standort finanzierbar ist und falls ja, zu welchen Bedingungen und zu welchem Preis dies geschehen kann. „Wir grenzen uns vom Wettbewerb ab, indem wir schnell, gewissenhaft und zuverlässig arbeiten und zu unseren Aussagen stehen. Beim auf den Verkauf folgenden Asset Management sind wir zudem immer für unsere Mieter erreichbar, beantworten aufkommende Fragen und stehen jederzeit für gemeinsame Lösungsansätze zur Verfügung“, so Petersen.

Vorteile für Unternehmer

Nutzen Mittelständler Sale & Lease Back, können sie ihre Liquidität aufstocken, ohne zusätzliches Fremdkapital aufnehmen zu müssen. Denn durch den Verkauf eines Firmengebäudes werden die zusätzlichen Mittel gewissermaßen aus eigenem Anlagevermögen generiert. Im Unterschied zu einer „gewöhnlichen“ Transaktion kann das Gebäude durch Sale & Lease Back ohne Unterbrechung weiter für den Betrieb genutzt werden.

Mit der Deutschen Industrie REIT-AG fänden Mittelständler auch einen verlässlichen Vermieter, der an einer langfristigen Bestandshaltung der Immobilien interessiert sei. „Wir erwerben Immobilien grundsätzlich mit Eigenkapital und finanzieren dann im Nachhinein. Dies bedeutet für Mittelständler einerseits Transaktionssicherheit und zum anderen eine schnelle und unkomplizierte Abwicklung. Denn wir müssen nicht auf Finanzierungszusagen von Kreditinstituten warten, von denen der Ankauf abhängt“, sagt Petersen. Gerade die zügige Abwicklung ist in vielen Situationen, in denen Sale & Lease Back angewendet wird, entscheidend. Oft stehen in Unternehmen kurzfristige richtungsweisende Investitionen an, die nicht für Monate aufgeschoben werden können.

Partnerschaft aus Überzeugung

Zur Zusammenarbeit der beiden Finanzierer kam es auch, weil sich creditshelf als ganzheitlicher Lösungsanbieter für den Mittelstand sieht und nicht nur inhouse nach Ansätzen sucht. „Unsere Analysten prüfen genau, was zum individuellen Profil eines Betriebes passt. Sehen die Experten einen Anknüpfungspunkt außerhalb des Kreditgeschäfts, etwa bei Sale & Lease Back, dann stellen wir gern den Kontakt zu Partnern wie der Deutschen Industrie REIT-AG her“, erklärt Knobloch. Aus der Zusammenarbeit mit dem Fintech entstehen jedoch nicht nur Vorzüge für die mittelständischen Unternehmenskunden, sondern auch für den „Sale & Lease Back“-Dienstleister. Petersen: „Für uns ergibt sich durch die Arbeit mit creditshelf der Vorteil, dass wir unser Portfolio erweitern und unseren Wachstumskurs langfristig fortsetzen können. Deshalb stehen wir solchen Zusammenarbeitsmodellen generell sehr offen gegenüber.“


Über die Deutsche Industrie REIT-AG

Das Unternehmen hat seinen Sitz in Potsdam und beschäftigt derzeit sechs Mitarbeiter. Es wurde im November 2014 als Jägersteig Beteiligungs GmbH gegründet und 2017 in Deutsche Industrie Grundbesitz AG umfirmiert. Im Dezember 2017 folgte der Gang an die Börse in Berlin. Die Gesellschaft besitzt seit Anfang des Jahres 2018 den REIT-Status und firmiert seitdem unter dem Namen Deutsche Industrie REIT-AG. Tätig ist man im Bereich „Light Industrial“-Immobilien. Die Gesellschaft investiert dabei deutschlandweit in Produktions-, Lager-, Logistik- und Verwaltungsgebäude. Zu den Kunden gehören vor allem deutsche Mittelständler, aber auch internationale Unternehmen, die hierzulande Niederlassungen besitzen.

Weitere Informationen: www.deutsche-industrie-reit.de

Sie möchten mehr über Finanzierungsmöglichkeiten für Mittelständler erfahren?

Dann wenden Sie sich gern an Marc-Oliver Knobloch, den Leiter Firmenkunden bei creditshelf.

Tel.:  +49 69 348 772 40

Mail: marc-oliver.knobloch@creditshelf.com