creditshelf magazin
Nº10 | Sep 2020
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Organisch entwickeln – die Soyka Rohrverbindungen GmbH

„Ein Unternehmen ist geprägt durch den Unternehmer, der dahintersteht. Bei Soyka Rohrverbindungen wurde mir das wieder einmal deutlich: Wie Herr Dr. Mohr agiert, wie er kommuniziert, das zeigt sich auch im Betrieb. Alles ist bodenständig, grundehrlich, kompetent und mit Blick in die Zukunft gerichtet“, sagt Richard Heller, Regionalleiter Firmenkunden. Er war für creditshelf vor Ort in Bochum und besichtigte das Unternehmen im Rahmen des Kreditprozesses. Sein Ansprechpartner Markus Mohr ist seit 2008 Inhaber und Geschäftsführer des mittelständischen Unternehmens. Zuvor war er Dozent an der Ruhr-Universität Bochum und später unter anderem leitender Angestellter bei Ruhrgas (heute E.ON) und Geschäftsführer einer Beteiligungsgesellschaft von Ruhrgas und Verbundnetz Gas. Der erfahrene 56-Jährige schätzt Klarheit, Offenheit und vor allem sorgfältiges Arbeiten: „Wir bewegen uns im Bereich der Druckgeräterichtlinie – da kann schon ein einziges schlecht gefertigtes Teil Leib und Leben bedrohen. Deshalb sensibilisiere ich unsere Mitarbeiter immer wieder dafür, sorgsam und absolut exakt zu sein.“ Für ein Unternehmen, das auch Teile für den Primärkreislauf von Kernkraftwerken herstellt, sind Zuverlässigkeit und gleichbleibende Qualität verständlicherweise ein absolutes Muss. Neben dem eigenen Qualitätsmanagement-Handbuch, Umweltmanagement, Zertifizierungen und Zulassungen sind deshalb vor allem die Expertise der Belegschaft und eine absolut transparente Arbeitsweise zentrale Themen.Von der Berechnung bis zur Wärmebehandlung

Das 50-köpfige Team fertigt Sonderflansche und Fittings nach unterschiedlichen Normen oder individuellen Kundenwünschen. Das Unternehmen vereint weitreichendes Know-how und umfassende Beratungstätigkeit mit Leistungen, die nur wenige in der Branche bieten. So werden bei Soyka Rohrverbindungen Flansche selbst ausgelegt oder Sonderteile nach Vorgaben und Zeichnungen in kürzester Zeit gefertigt. Die verwendeten Werkstoffe reichen von C-Stählen über rost- und säurebeständige Stähle bis hin zu Super-Alloy-Stählen. Produkte des Unternehmens werden bei Bedarf auch direkt im Werk wärmebehandelt. „Mechanisch-technische Eigenschaften wie Härte oder Zugfestigkeit müssen meist durch Wärme eingestellt werden. Dies können wir für unsere Kunden gleich hier vor Ort realisieren. Damit sind wir einer der wenigen Werkstoffhersteller in unserem Bereich“, erklärt Markus Mohr. Hinzu kommen ein umfangreiches Vormateriallager, eine flexible Produktion sowie ein eigener Fuhrpark für die Auslieferung.

All diese Komponenten erlauben große Fertigungstiefe und schnelle Verfügbarkeit der Ausrüstungsteile. Dazu zählen beispielsweise auch Schutz- und Anfahrsiebe, Schweißkonstruktionen, Rohrböden, Brennzuschnitte, Bodenplatten, T-Stücke, Reduzierungen und eine Reihe anderer Produkte. Die Vielseitigkeit und Kundenorientierung des Unternehmens überzeugte auch creditshelf-Regionalleiter Richard Heller: „Bei Soyka herrscht ein guter Blick für den Markt und wirtschaftliche Notwendigkeiten. Es gibt stabile Auftragseingänge und die Marktposition ist gefestigt. Markus Mohr weiß, worauf es ankommt und welche Stellhebel er bedienen muss.“Gespür für die Entwicklungen am Markt

Die Kunden von Soyka Rohrverbindungen sind über ganz Europa verteilt und stammen aus der Armaturenindustrie, der Chemiebranche, der Energiewirtschaft und energieintensiven Industrien wie der Stahlverarbeitung. Wichtige Abnehmer kommen auch aus der Exploration und entsprechend der Öl- und Gasverarbeitung, dem Fernwärmesektor und der pipelinegebundenen Industrie. Gerade aufgrund dieser Kundenstruktur verfolgen Markus Mohr und sein Team aktuelle Themen wie die Energiewende sehr genau: „Neben Effizienz und Nachhaltigkeit stellt sich für uns vor allem die Frage, was mit dem Öl als Rohstoff passiert. Wie reagieren wir rechtzeitig darauf, wenn es an Bedeutung verliert? Was geschieht mit der Ölbranche? Welche Auswirkungen hat das auf unsere Kundenstruktur?“, erklärt der Soyka-Geschäftsführer. Entscheidend ist für den Unternehmer, dass offen, klar und transparent mit solchen Entwicklungen umgegangen werde. Man müsse proaktiv agieren, nur so könne man Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten ihre Sorgen nehmen.

Stets hat sich die mittelständische Firma in den 60 Jahren ihrer Geschichte weiterentwickelt. Gerade in der zurückliegenden Dekade ist viel passiert: Das Berechnungsverfahren für Bauteile wurde komplett neu aufgesetzt, das Rechnungswesen vollständig digitalisiert, ein Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum hat die Fertigungstiefe weiter erhöht. „Wir werden uns künftig neue Segmente erschließen und für bestehende Kunden noch produktiver arbeiten. Wir werden weiterwachsen – aber immer organisch. Sprünge machen wir nur bei erheblichen Synergien. Ich möchte ein sicheres Umfeld schaffen, in dem unsere Mitarbeiter sorgenfrei und zuverlässig arbeiten können“, so Markus Mohr weiter. Zu dieser wohlüberlegten Gesamtstrategie passt auch die Betriebsmittelfinanzierung, die kürzlich in Zusammenarbeit mit creditshelf arrangiert werden konnte.

Konstruktives Arbeiten mit creditshelf

Bei der Suche nach einer ergänzenden Finanzierung stieß der Bochumer Unternehmer über eine Empfehlung aus dem Netzwerk auf das Frankfurter Fintech. „Auf einen Tipp hin hatte ich mich über creditshelf informiert und mir das Fachmagazin durchgelesen. Das Konzept passte und der Ansatz interessierte mich. Das Fintech war proaktiv, kannte den Markt sehr gut und schien uns mit den richtigen Partnern vernetzen zu können“, erinnert sich Markus Mohr. Kurzerhand fragte er über die creditshelf-Website an und erhielt umgehend einen Anruf des Firmenkundenbetreuers. Damit begann eine sehr konstruktive Zusammenarbeit. „Das Unternehmen war in Sachen Zahlen und Know-how gut aufgestellt, deshalb sind wir in unseren Verhandlungen schnell vorangeschritten. Der Kunde war für den Prozess optimal vorbereitet: alle Unterlagen waren kurzfristig verfügbar, auf Rückfragen haben wir unmittelbar Antwort erhalten“, sagt Richard Heller. Dies sei zentral für den Kreditprozess gewesen, denn creditshelf arbeite mit hoher Geschwindigkeit. Letztlich sei das Fintech aber immer nur so schnell, wie es die Zusammenarbeit mit dem Kunden zulässt.

creditshelf war für Markus Mohr eine Option, die die erfolgreiche Partnerschaft mit der Hausbank gut ergänzte. Die Lösung stelle eine Finanzierung in signifikanter Höhe über einen Zeitraum bereit, der gut in die Gesamtstrategie passe, so Dr. Mohr. Besonders auch die Zusammenarbeit mit seinem creditshelf-Ansprechpartner ist ihm dabei im Gedächtnis geblieben: „Der Kundenbetreuer war kompetent und pragmatisch. Es war ein absolut angenehmer Austausch. Ich kann creditshelf als ausgezeichnete Gesellschaft insgesamt nur weiterempfehlen.“ Der Fintech-Ansatz überzeugte den Soyka-Geschäftsführer, weshalb er sich bei künftigem Finanzierungsbedarf weitere gemeinsame Projekte vorstellen kann. Oder wie er es ausdrückt: „Es wäre fahrlässig, sich einem Fintech wie creditshelf nicht zu öffnen. Diese Leute haben Know-how, besitzen gute Kontakte und finden wirtschaftlich passende Lösungen.“ Auch die Frankfurter Zentrale würde sich über eine erneute Zusammenarbeit freuen.






Soyka Rohrverbindungen: 60 Jahre Weiterentwicklung

  • 1959 legte Edwin Soyka als Werkstück-Spezialist für Bergbau und Industrie den Grundstein für das heutige Unternehmen.
  • 1971 wurde aus dem Einzelunternehmen die Soyka GmbH Rohrverbindungen. Sie wurde unter Mitanteilseigner und neuem Geschäftsführer Herrn Scheele zu einem gefragten deutschen Sonderflanschenproduzenten.
  • Im Jahr 2000 übernahm Harald Soyka, Sohn des Firmengründers, als Hauptgesellschafter die Geschäftsführung.
  • Seit 2008 wird die Firma von Dr.-Ing. Markus Mohr als Alleininhaber und Geschäftsführer geleitet. Gemeinsam mit der Belegschaft entwickelte er das Unternehmen kontinuierlich weiter. Heute ist es ein führender europäischer Hersteller von Flanschen, Rohrverbindungen sowie Spezialteilen für Großmaschinen und Anlagen.